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Schwarzwald-Ultra-Lauf

11 2013 Ultra kleinDie Läuferinnen und Läufer des Schwarzwald-Ultra-Laufes spenden 1.000 Euro. Wahnsinn!

 

 

 

 

Schwarzwaldultra 2013

Von wegen Frauen das Schwache geschlecht oder „Ich konnte mir nie vorstellen mit nassen Schuhen und nassen Kleidern so lange laufen zu können“

11 2013 Ultra klein

Wir liefen mit vielen Wassertropfen für die kleinen Wassertropfen….

Ja, Ja, oft lästert die Männerdomäne – das selbsternannte starke Geschlecht über das „schwache Geschlecht“. Doch ausser Lästern können die Meisten davon den Frauen – dem angeblich schwachen Geschlecht - beim Schwarzwaldultra nichts entgegen setzen.

Denn da machten sich die Männer äußerst rar. Anders dagegen die Frauen. Diese waren zahlenmässig dem „starken“ Geschlecht weit überlegen.

Aber wir Männer, da muss ich mal für uns sprechen, leiden deswegen nicht an Minderwertigkeitskomplexen. Wer da unter was leiden möge, war auch nicht ausschlaggebend beim 9. Schwarzwaldultra am 10.11.13.

Das schöne am Spenden-Laufen ist, dass egal welchem Geschlecht man angehört, das gemeinsame Ziel – Hilfe für behinderte Menschen – im Vordergrund steht und dass alle gemeinsam starten, gemeinsam die Höhen und Tiefen eines Laufes – auch die der Landschaft – oder gibt´s da noch andere? ? - durchstehen und gemeinsam mit einem Lächeln wieder am ursprünglichen Startpunkt ankommen.

So war es auch beim Schwarzwaldultra 2013.

Er ist in der Ultralaufszene mit rund 45km Länge eher eine Kurzdistanz. Nicola, eine eingefleischte Ultraläuferin meinte, man könnte ihn auch Bambini-Ultra nennen.

Um 08.00 Uhr starteten 10 Läufer und Läuferinnen am Sportplatz in Oberachern. Anders als noch vor 3 Wochen beim Vorlaufen waren wir diesmal alle ziemlich „wasserdicht“ verpackt. Es waren doch zu viele Wassertropfen die uns vom Himmel her begleiteten und sich langsam aber unaufhaltsam durch die Kleider und Schuhe bis auf unsere Haut vordrängten. Diese ist bekanntlich so wasserdicht, dass das Wasser an ihr herunterläuft und aus den Schuhen wieder raus – wohl dem, der keine Goretex an hat ?

Nach wenigen Kilometern erreichten wir Sasbachwalden – ein durch seine guten Weine bekannter Ort am Fuße des Schwarzwaldes. Vor wenigen Wochen konnten wir dort noch den Hochseilpark besichtigen. Am Sonntag standen nur noch die letzten Metallstumpen – die Reste des Hochseilparkes. Wenn diese abgebaut sind, dann ist auch er Geschichte. Entlang des zu Tal fliessenden Wassers der Gaishöll Wasserfälle stiegen wir hinauf zum Bischenberg. Ein kleines Stück der Strasse entlang dann ging es stetig hinauf zur Hohritt. Sie ist ein Weiler von Sasbachwalden ( Weiler auf badisch = Zinken = ist eine Wohnsiedlung, die aus wenigen Gebäuden besteht aber kleiner ist als ein Dorf – Quelle: wikipedia.de)

Ein wunderschöner schmaler Pfad – auf neu deutsch Trail – der Wendelin-Dinger-Weg führte uns über 2447 Metern Länge von der Hohritt zur Glashütte. Von dort gings stetig hoch zur Unterstmatt ( 928 Meter über Normal-Null) Der Name Unterstmatt leitet sich ab von Matte auf der das Vieh „unterte“ – oder auf deutsch: auf der das Vieh ruhte.

Ab hier zeigte uns das Wetter, was wir auf auf unserem weiteren Weg zu erwarten hatten. Der anfängliche Regen wechselte in Schneegraupel. Je höher wir auf stiegen, je mehr wurde aus dem Schneegraupel richtiger Schnee. Auf einer Höhe von 1036 Metern an der Wanderhütte Ochsenstall waren wir zum ersten Male in diesem Jahr in der Winterlandschaft des Schwarzwaldes angekommen. Die weisse Pracht hatte uns eingeholt.

Auf der der Rheinebene abgewanden Seite der Bergkuppe Hornisgrinde gelangten wir auf dem „weissen“ Teppich zum Wanderheim Seibelseckle. ( 955 Meter über Normal-Null). Dort trafen wir die Walkinggruppe, bestehend aus einem Mann und vier Frauen – wo wir wieder beim „schwachen“ Geschlecht wären. Bleibt jedem selbst überlassen, wer jetzt da wen zu wem zählt. ?

Die Walker erklommen ab Sasbachwalden über die Gaishöll die Hohritt und folgten ebenfalls dem Wendelin-Dinger-Weg zur Glashütte. Dann stiegen sie direkt über den Breitenbrunne hinauf zur Hornisgrinde und dann über den Dreifürstenstein zum Seibelseckle. Danach kehrten sie über das Zuckerbergschloss wieder zurück zum Ausgangspunkt und bewältigten somit fast 30 km.

Um kurzfristig der weissen Pracht zu entkommen – so langsam drängte die Kälte sich durch unsere Kleidung – kehrten wir in Seibelseckle ein. Seltsamer weise waren die Plätze um den Kachelofen heute mittag heiss begehrt. Die wohlige Wärme in der Vesperstube liess unseren inneren „Schweinehund“ wieder nach draussen zu gehen immer grösser werden. Aber, unser Auto war ja noch so weit weg.

Nach der Überwindung unseres Schweinehundes setzten wir den Weg fort. Das anfängliche Frösteln verflog beim steilen Anstieg über 800 Meter Länge hinauf zum Dreifürstenstein sehr schnell. Der höchste Punkt Württembergs – der Dreifürstenstein 1154 Meter über Normal-Null und Grenzpunkt von Württemberg, Baden und dem Bistum Strasbourg - war eingebettet in Schnee. Schnee, so weit das Auge reichte. Aus dem in verschiedenen Grautönen schimmerndem Himmel fielen schon lange keine Wassertropfen mehr. Es schneite. Mit etwas Lametta und bunten Kugeln hätten wir in Kürze weihnachtliche Stimmung aufkommen lassen können.

Die winterliche Landschaft der Hornsigrinde ( Grinde kommt aus dem bayrischen und heisst kahler Kopf ) hat schon was anmutiges an sich. Es war herrlich, diese Landschaft und diese Ruhe. Auf den verschneiten Bohlen des Hochmoores erreichten wir die Windräder, welche wie Riesen im Schnee vor uns auf tauchten. Von nun an gings im wahrsten Sinne des Wortes nur noch bergab. Von rund 1154 Metern mussten wir wieder runter nach Oberachern auf rund 130 Metern über NN. Vorsichtig tasteten wir uns auf dem zugeschneiten Geröllweg – moderne Läufer würden jetzt von Single-Trail sprechen - talwärts. Bei wärmeren Temperaturen hätte uns jetzt der schmelzende Schnee in Form eines Wasserfalles die Füsse umspült und die Schuhe mit frischem Wasser gefüllt. Hätte ist gut gesagt, auf einer Höhe von rund 700 Metern war das auch so. Das stundenlange in den Schuhen stehende Wasser – bei Goretexschuhen noch extremer – wurde endlich durch frisches ersetzt. In den tieferen Lagen ersetzte wieder Regen den Schnee. Im Tal unten verdrängte langsam die Dämmerung den Tag. Je weiter wir talwärts gingen je weniger Regen drängte sich auf uns. Ab Sasbachwalden kamen wir die letzten Kilometern ohne Regen wieder zu unserem Ausgangspunkt.

Der Sportverein Oberachern unterstützte auch den Schwarzwaldultra. Er gab uns die Möglichkeit nach dem Lauf in einer warmen Dusche zu entspannen.

Abends beim gemütlichen Abschluss meinte Rita: „Ich hatte mir nie vorstellen können in so nassen Schuhen und nassen Kleidern so lange laufen zu können. Aber ich bin stolz es geschafft zu haben“

Laufend unterwegs waren auf der 40km Strecke:

Kathrin Litterst, Nicola Wahl, Monika Jobst, Paticia Winter, Sibylle Demisch, Hanna Geyer, Eddi Urban, Georg Hilden, Mathias Spraul und Klaus Hermann.

Walkend unterwegs auf der 30km Strecke waren:

Petra Urban, Rita Dalgauer, Christina Wunsch, Katharina Walther und Josef Wunsch.

Unsere erlaufene Spende und die der Sponsoren wird in einer Summe an den Verein Wassertropfen-Kork.de übergeben.

Unsere Sponsoren sind:

Herr und Frau Schwendemann vom Sanitätshaus Schwendemann in Offenburg, Brigitte Kohler von Kohler Bad-Heizung Renchen, Werbeagentur Hans-Jürgen Sander St. Nikolaus Schweiz und Brigitte und Rudolf Mahlburg vom Verein laufendhelfen.de Sinzheim )

Bilder von Eddi

Bilder von Nicola

Der nächste Schwarzwaldultra ist am 09.11.2014

www.schwarzwaldultra.de

Eddi, im Novmber 2013

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