Wassertropfen Kork e.V.

Bewegung ist Freiheit

Spenden mit Paypal

Sie können uns ganz einfach über Paypal eine Spende zukommen lassen.



Unterstützen mit Gooding

Amazon - Werbung:

amazon smile Logo

Bettina Maria Herr, Schulleiterin Oberlin-Schulverbund Gemeinschaftsschule

Unser Therapiebad bietet vielfältige Möglichkeiten der Bewegung und Bewegungsbildung für alle unsere Schülerinnen und Schüler. Es ist toll die Freude und den Spaß der Kinder und Jugendlichen beim Schwimmen, Tauchen, sich Tragen und Treiben lassen, Entspannen und Spielen im warmen Wasser zu sehen und zu wissen, wie förderlich diese Angebote auf viele Bereiche der Entwicklung, wie z.B. Motorik, Wahrnehmung, Kommunikation und soziales Miteinander wirken.

Wir freuen uns, dass unser Therapiebad im Rahmen des gemeinsamen Unterrichts auch eine Begegnungsstätte für Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung ist.

Marco Heimburger, Fachlehrer für Körperbehinderte Oberlin-Schulverbund

Das Wassertropfen-Bad ist eine absolute Bereicherung für unsere Einrichtung. Unsere Schülerinnen und Schüler lieben die Bewegung im Wasser, dabei spielt es keine Rolle, wie stark die körperliche Beeinträchtigung ist, denn im Wasser kann jeder Sport machen und sich bewegen.

Die Auftriebskraft des Wassers sorgt für ein Gefühl der Schwerelosigkeit und Freiheit ohne Druckstellen, wie es beispielsweise beim Sitzen im Rollstuhl der Fall ist. Darüber hinaus können Gelenke und Muskeln bewegt werden, wie bei keiner anderen Sportart. Somit ist das Schwimmen für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung die effektivste Art, sich zu bewegen und macht das Wassertropfen-Bad somit unentbehrlich für die Diakonie Kork.

BSV Kork

bsv-statemanet

 

Mit einer beeindruckenden Eröffnungsfeier fiel am späten Mittwochabend der Startschuss für die 14. Paralympics. Vor dem TV mitfiebern werden voraussichtlich auch etliche Menschen mit Handicap aus der Region Kehl. Nicht wenige von ihnen treiben ebenfalls Sport, zum Beispiel beim Behindertensportverein Kork.

Kehl-Kork. Der Behindertensportverein Kork wurde von Mitarbeitern der Diakonie Kork gegründet, um hauptsächlich Sport für Menschen mit Epilepsie anzubieten. Grund dafür war, dass man für die Bewohner der Diakonie in den Sportvereinen der Region keine Plätze fand. »Wir wurden abgewiesen, weil man Angst hatte, die Patienten würden sich verletzen«, erzählt Pauline Lux, Vorstandsmitglied des Behindertensportvereins. Außerdem sei der Betreuungsaufwand zu groß. »Da haben wir uns gedacht: Wir müssen was tun!« Sport sei auch für Menschen mit Behinderung wichtig und tue gut, so die Diplom-Sozialarbeiterin.
1986 wurde der Verein aus der Taufe gehoben. 180 Mitglieder zählt er heute. 140 von ihnen treiben regelmäßig in den verschiedensten Gruppen Sport. So wird neben Fußball und Judo unter anderem auch Tanzen und Volleyball sowie Schwimmen angeboten.
Zum Sport kommen Menschen mit Behinderung auf ganz unterschiedlichen Wegen. Viele werden von ihren Therapeuten und Ärzten animiert. Der Verein bietet aber nicht nur Therapiesport an. »Schwerpunkt ist natürlich die Therapie und der Spaß für die Bewohner und Patienten der Fachklinik«, erklärt Pauline Lux. Aber es kämen auch Menschen von außerhalb der Diakonie auf den Verein zu und fragten nach Angeboten und werden oftmals fündig.

Weiterlesen: BSV Kork

Alexandra Spinner und Sylvie Aymanns

Alexandra Spinner und Sylvie Aymanns arbeiten in der Sonderpädagogische Beratungsstelle an der Kinderklinik in Kork

Das Eltern-Kind-Schwimmen war für alle Beteiligten immer das Highlight der Woche und eine willkommene Abwechslung im oft anstrengenden und häufig langweiligen Klinikalltag. Das Schwimmbad regte zu Spiel und Spaß, Entspannung und Ausgleich, Förderung und Fitness sowie sozialem und körperlichem Kontakt an. Eltern und Kind erlebten und entdeckten gemeinsam das körper-, sinnes- und bewegungsstimulierende Wasser. Dabei ließ sich ein besonders intensiver und vertrauensvoller Kontakt zueinander herstellen. Auch ermöglichte es den Kindern, sich spielerisch an das Wasser zu gewöhnen, es zu bewältigen und die Angst oder Scheu davor zu verlieren. Es bot allen Kindern vielfältige Erfahrungen, die an Land nicht oder nicht gefahrlos möglich sind. Besonders bei Kindern mit körperlich schwerer Beeinträchtigung konnte das Umgebensein von Wasser Bewegungen erleichtern oder sogar erst zulassen.

Immer wieder sprechen uns Eltern auf dieses Schwimmangebot an und finden es sehr bedauernswert, dass es nicht mehr stattfinden kann. Hoffentlich ist das nur vorübergehend! Wir wünschen uns so sehr, das Eltern-Kind-Schwimmen wieder ins Leben zu rufen.

 

 

 

 

Weiterlesen: Alexandra Spinner und Sylvie Aymanns

Wolfgang Hafner

Musiktherapeut, Oberlinschule

"Vom 21.05. - 25.05.2012 durfte ich zehn Schülerinnen und Schüler zu den Radsport-Wettbewerben bei den `Special Olympics´ in München begleiten. Die ganze Veranstaltung hat mich sehr beeindruckt, vor allem, weil unsere Schülerinnen und Schüler, aber auch alle anderen Sportlerinnen und Sportler ihre Begeisterung gelebt haben, sie immer, trotz sportlichem Wettkampf, freundschaftlich miteinander umgegangen sind und sichtlich die `Inklusion´ (das Normale?) genießen konnten. Ich wünsche mir, nein ich setzte mich dafür ein, dass solche Veranstaltungen öfter und von mehr Schülerinnen und Schülern der Oberlinschule besucht werden können. Und ich denke, dass in 2014 unter den 900 Schwimmerinnen und Schwimmern auch ein Schwimmteam der Oberlinschule dabei ist!

Weiterlesen: Wolfgang Hafner

Friedrich Fabriz, Schulleiter der Oberlinschule von 1997-2011

„Super, dann brauch ich nicht mehr jede Woche schwimmen zu gehen!“

So könnte die Reaktion der Lehrerschaft oder einzelner SchülerInnen der Oberlinschule ja durchaus sein, nachdem die Nachricht „Schwimmbad geschlossen!“ die Runde gemacht hat. Wieviel weniger anstrengend wäre das Leben ohne diese dauernde wöchentliche Verpflichtung!

Und was geschieht? Genau das Gegenteil: Ein Aufstöhnen, helle Empörung, traurige Resignation über diesen Schritt. Und - die Gründung von „Wassertropfen“!

 

Weiterlesen: Friedrich Fabriz, Schulleiter der Oberlinschule von 1997-2011

Prof. Dr. Bernhard Steinhoff

Ärztlicher Direktor, Epilepsiezentrum Kork

Es war immer eine Besonderheit, dass wir auf dem Stammgelände hier in  Kork unseren Patienten die Vorzüge eines Schwimmbads offerieren konnten. Patienten mit Epilepsien sollten grundsätzlich beim Schwimmen sehr vorsichtig sein. Gerade deshalb war das Angebot, ein Schwimmbad unter kompetenter therapeutischer Begleitung nutzen zu können, für unsere Patienten verlockend und reizvoll. Wir wissen heute gut, dass Epilepsieverläufe durch Fitness und Sport positiv beeinflusst werden können, ganz zu schweigen von dem Zuwachs an Selbstvertrauen, das Patienten nach oft jahrelanger Schonhaltung und Überbehütung erfahren.  

Der praktische Nutzen ebenso wie der enorme Symbolcharakter lassen uns daher wünschen, dass es trotz der finanziellen Widrigkeiten gelingen möge, ein adäquates Schwimmangebot für unsere Patienten zu erhalten.

Linde Hasdorf, Klassenlehrerin der Oberlinschule

für Sara (Rollstuhlfahrerin, Schülerin der Oberlinschule - 15 Jahre -  wohnt auf der Wohngruppe im Kinderdorf)


Sara sitzt sehr viel im Rollstuhl und kann sich nicht selbst bewegen. Sie bekommt  das Essen tröpfchenweise über einen Schlauch durch den Bauch. Das dauert viele Stunden am Tag. Im Wasser hat sie sehr viel Freude, denn nur da kann sie Arme und Beine bewegen und genießt es vom Wasser getragen zu werden. Ins öffentliche Schwimmbad kann Sara nicht gehen. Sie benötigt eine ganz speziell ausgestatte Behindertenumkleide und -dusche. Für Sara und viele andere Schwerbehinderte Menschen bietet das Medium Wasser die einzige Möglichkeit Eigenbewegungen auszuführen und Rücken und Gelenke zu entlasten.
Bitte helfen SIE mit, damit Sara und all die anderen behinderten Menschen in der Diakonie Kork, weiterhin die einmalige Chance haben sich selbständiger zu erleben.

Linda, Schülerin der Oberlinschule

"Ich gehe gerne Schwimmen, weil ich mich im Wasser endlich frei bewegen kann. Mir fällt das Gehen und Bewegen sehr schwer. Im Wasser geht alles viel leichter und nach dem Schwimmen kann ich viel besser laufen. Einen anderen Sport kann ich nicht machen. Am Schwimmtag bin ich  morgens gerne aufgestanden."

Dagmar Rahn für den BSV Kork

Sehr betroffen haben die Teilnehmer der Schwimmgruppe des Behindertensportverein Kork bsv(BSV Kork) die Nachricht, dass das Schwimmbad der Diakonie Kork/Oberlinschule geschlossen wird, hingenommen. So war diese Gruppe seit Gründung des BSV Kork eine stark frequentierte Gruppe im Verein und das Training von dauerhafter Regelmäßigkeit. Im wöchentlichen Alltagsgeschehen der Menschen mit Behinderungen, den Übungsleitern und nicht zuletzt auch den Eltern/Angehörigen/Betreuern der Teilnehmer fehlt dieser ritualisierte Termin. Die Gründe hierfür liegen ganz eindeutig am Medium Wasser. Denn hier ist die eigene und auch fremde Körperwahrnehmung eine ganz andere, wie an Land. Die Schwerelosigkeit und Leichtigkeit im Wasser schafft es Bewegungen möglich zu machen, die an Land oft nicht funktionieren. Das Getragen werden und auch tragen können vermittelt den Menschen ein großes Selbstbewusstsein, ändert die Wahrnehmung des eigenen Körpers  und stärkt die soziale Kompetenz. Sich bewegen können, ohne z.B. auf den Rollstuhl angewiesen zu sein,  ist von höchster Bedeutung. Spielerisch und nebenbei stärkt der Sport im Wasser das Herz-Kreislaufsystem und fördert die Beweglichkeit. Und nicht zuletzt die großen Freude und das angenehme Wohlgefühl, das  Menschen im Wasser erleben, mal ganz abgesehen.  Auch das über die vergangenen Jahre immer stärker  gewachsene Gruppen- und Zusammengehörigkeitsgefühl  fehlt uns allen doch sehr. 

Ich würde mich, und da spreche ich im Namen  der  Teilnehmer und meiner  Übungsleiterkollegen, riesig freuen, wenn dieses wertvolle Angebot wieder stattfinden könnte. 

Gerhard F., Wohngruppe Erwachsene

"Ich finde es total schade, dass das Schwimmbad so kaputt ist, dass man nicht mehr schwimmen kann. Ich würde gerne wieder schwimmen gehen"


Copyright © 2016. All Rights Reserved.